📍 Düsseldorf · Berlin · St. Wendel  |  ☎ 0211 55 02 98-0

Individuell und passgenau

Wir begleiten, beraten und unterstützen Kinder, Jugendliche und Familien – mit viel Erfahrung und Engagement. Uns motiviert die Vielfalt der Biografien und der möglichen Lösungswege.

Unser Angebot reicht von flexiblen ambulanten Erziehungshilfen über kurzfristige Auszeiten in Krisensituationen bis zu langfristigen stationären Betreuungen im In- und Ausland – individuell und passgenau.

Ambulante Hilfen

Hilfe, die zu den Menschen kommt

Flexible, aufsuchende individualpädagogische Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien – familienergänzend, beziehungsstark und im vertrauten Umfeld.

Ambulante individualpädagogische Betreuungen sind Hilfsangebote im aktuellen Lebensumfeld der Kinder, Jugendlichen und Familien. Sie werden familienergänzend oder flankierend zu bestehenden Hilfen eingesetzt und sind durch ihren aufsuchenden Charakter geprägt: Unsere Pädagog*innen bewegen sich umsichtig im Umfeld der jungen Menschen.

Aufgrund der meist komplexen Problemlage ist der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses entscheidend, um in kleinen Schritten mit Jugendlichen und Familien zu arbeiten. Dabei werden Ressourcen und Fähigkeiten aufgegriffen und gestärkt. Unsere Pädagog*innen sind Pat*innen, Mentor*innen, Vorbilder, Mediator*innen und Berater*innen zugleich.

Die Hände einer erwachsenen Person und eines Kindes gestalten gemeinsam etwas an einem hellen Tisch – von oben, ohne Gesichter.
Aufsuchend und alltagsnah – Unterstützung im vertrauten Lebensumfeld.

Für wen?

Indikation

Kinder und Jugendliche, die in ihrer Familie oder am aktuellen Lebensort nicht bedarfsgerecht versorgt werden können, aber im Lebensumfeld verbleiben sollen – sowie Familien, die durch belastende Ereignisse ihre Selbstregulation verloren haben.

Unsere Ziele

Was wir erreichen wollen

  • Annahme eines tragfähigen Beziehungsangebotes
  • (Re-)Integration in familiäre und soziale Bezüge
  • Entlastung und Unterstützung von Familien – Verbleib im System ermöglichen
  • Stärkung von Kompetenzen, Ressourcen und Selbstheilungskräften
  • Prävention und Abbau von Sucht, Delinquenz, Gewalt
  • Lebenspraktische Alltagsbewältigung und Aufbau von Selbstwertgefühl

Im Überblick

Ambulante Angebote

  • Flexible Erziehungshilfe
  • Erziehungsbeistandschaft
  • Sozialpädagogische Familienhilfe
  • Aufsuchende Betreuung im Milieu
  • Ambulant Betreutes Wohnen
  • Intensive sozialpäd. Einzelbetreuung
  • Begleitung minderjähriger Geflüchteter
  • Sozialpäd. Ressourcencheck
  • Erziehungsberatung (auch digital)
  • Entwicklungspsychologische Beratung
  • Elterntraining
  • Begleiteter Umgang
  • Krisenbetreuung
  • Aufsuchende Diagnostik und Therapie
  • Kinderschutz im Gefährdungsbereich
Rechtliche Grundlage

§ 19, §§ 27 ff., §§ 30 und 31 sowie insbesondere § 35 und § 41 SGB VIII. Grundlage jeder Maßnahme ist das Hilfeplanverfahren nach § 36 SGB VIII.

Stationäre Hilfen

Ein sicherer Ort für einen Neuanfang

Individualpädagogische Betreuung im 1:1-Setting im Haushalt der Fachkraft – ein sicherer Ort und ein echter Neuanfang für Kinder und Jugendliche.

In unseren Projektstellen haben junge Menschen die Chance, sich auf einen Neuanfang einzulassen und zeitweilige Distanz zum belastenden Familiensystem oder zu gefährdenden Subkulturen konstruktiv für ihre Entwicklung zu nutzen. Die Kinder und Jugendlichen werden in der Hausgemeinschaft der Betreuer*innen aufgenommen und nehmen am Lebensalltag teil.

Der Alltag am Projektstandort ist das zentrale Lern- und Erfahrungsfeld. Durch aktive Mitgestaltung erfährt der junge Mensch Anerkennung und Selbstwirksamkeit. Rückführung in die Herkunftsfamilie oder begleitete Verselbständigung sind Bestandteil des Konzeptes.

Ein helles, freundliches Wohnzimmer mit Sofa, Kissen in Blau und Grün und Pflanzen – ein sicherer Ort, ohne Personen.
Im Haushalt der Fachkraft: Alltag als zentrales Lern- und Erfahrungsfeld.

Für wen?

Indikation

Kinder und Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens, die weder in ambulanten, sozialraumnahen noch in klassischen stationären Gruppensettings aufgefangen werden können und ein exklusives Beziehungsangebot benötigen. Zum Einsatz kommen Fachkräfte gemäß § 72 SGB VIII, unterstützt durch kontinuierliche Fachberatung und Supervision.

Unsere Ziele

Was wir erreichen wollen

  • Verlässliche Präsenz und Kontinuität
  • Erleben und Erfahren intakter Beziehungen
  • Gewöhnung an eine regelmäßige Tagesstruktur
  • Ausbau eigener Kompetenzen, Stärkung von Identität und Selbstwirksamkeit
  • Herstellung schulischer und beruflicher Perspektiven
  • Selbständigkeit, Eigenverantwortung und eine Verselbständigungsperspektive

Im Überblick

Unsere stationären Betreuungsformen

Standprojekte im In- und Ausland
Individualpädagogische Betreuungsformen, in denen Jugendliche kurz- oder langfristig in den Haushalt der Betreuungskraft und deren Familie integriert sind; der Projektstandort ist deren Lebensmittelpunkt. Sie richten sich an junge Menschen, die über Regel- und Intensivangebote nicht zu erreichen sind. In den Projektstellen können sie sich auf einen Neuanfang einlassen und die zeitweilige Distanz zum Familiensystem oder zu gefährdenden Subkulturen konstruktiv nutzen.
Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft
Für Kinder und Jugendliche, die nicht mehr in der Herkunftsfamilie leben können und eine enge persönliche Begleitung in einem familienanalogen, professionellen pädagogischen Setting benötigen. Gekennzeichnet durch besondere Fachlichkeit und ein intensives Beziehungsangebot; die familiären Konstellationen können vielfältig sein und bilden die Grundlage eines stabilen, tragfähigen Angebots.
Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung (ISE)
Ein exklusives, intensives Beziehungsangebot mit hoher Betreuungsintensität und räumlicher Nähe zur Betreuungsperson. Die Arbeit richtet sich flexibel am individuellen Bedarf aus; je nach Einzelfall sind unterschiedliche Betreuungsschlüssel möglich (Grundlage 1:1). Vorrangiges Ziel ist es, den jungen Menschen beziehungsmäßig zu erreichen und so pädagogische Einflussmöglichkeiten zurückzugewinnen. Umsetzbar im ambulanten wie stationären Setting, als Stand- oder Reiseprojekt.
Rechtliche Grundlage

§§ 27 ff., insbesondere §§ 34, 35, 35a und 41 SGB VIII.

Auslands- & Reiseprojekte

Abstand gewinnen, zur Ruhe kommen, Neues erproben

Intensivpädagogische Auszeiten mit Abstand zum belastenden Milieu: Stand- und Reiseprojekte im In- und Ausland nach § 35 SGB VIII, im Regelfall 1:1.

Stand- und Reiseprojekte im Ausland sind individualpädagogische Intensivangebote qualifizierter Fachkräfte und unterliegen hohen fachlichen Standards. Der Betreuungsschlüssel beträgt im Regelfall 1:1. Während aller Projektphasen besteht intensiver Austausch mit dem fallführenden Jugendamt.

Standprojekte liegen überwiegend in reizarmen, ländlichen Regionen; die Betreuten leben im gemeinsamen Haushalt mit den Betreuer*innen. Reiseprojekte dauern je nach Zielsetzung wenige Wochen bis mehrere Monate – der Aufbau einer intensiven Vertrauens- und Arbeitsbeziehung, verstärkt durch neue Impulse und wechselnde Reize, ist das zentrale Element.

Eine kleine Person, von hinten und weit entfernt, geht auf einem hellen Weg durch grüne Natur zu einem See unter blauem Himmel.
Ortswechsel als Chance: neue Reize, unbelastete Umgebung.

Für wen?

Indikation

Für junge Menschen, die weder ambulant noch in klassischen Gruppensettings aufgefangen werden können oder bei denen ein unüberbrückbarer Abstand zur gefährdenden Szene erforderlich ist.

Unsere Ziele

Was wir erreichen wollen

  • Räumliche Distanz zum Herkunftsmilieu, Entlastung von Überforderung
  • Zur Ruhe kommen und aus der Distanz Routinen hinterfragen
  • Alternative Lebensweisen erproben, Tagesstruktur erlernen
  • Identitätsfindung, Konfliktfähigkeit, Selbstregulierung
  • Erarbeitung einer Verselbständigungsperspektive

Im Überblick

Stand- und Reiseprojekte im Überblick

Erziehungshilfe im Ausland
Pädagogische Standprojekte im Ausland sind auf den Einzelfall bezogene Hilfen für Situationen, in denen ein großer Abstand zum Lebensumfeld notwendig ist. Sie nutzen die Erfahrung einer anderen Kultur sowie die fremdsprachige Umgebung als besondere Zugangspädagogik – auch für junge Menschen, die durch andere Angebote kaum erreichbar wären. Bei Indikationsabklärung und Zustimmungsverfahren mit dem Gastland unterstützen wir.
Reiseprojekte (In- und Ausland)
Reiseprojekte schaffen einen Ausweg aus akut problematischen Lebenssituationen. Der Aufbau einer intensiven Vertrauensbeziehung – verstärkt durch Impulse und wechselnde Reize – ist das zentrale Element; die Betreuten bleiben in feste, intensiv begleitete Strukturen eingebunden.
Clearing & Time-out
Reiseprojekte können als Clearing genutzt werden, um Bedarfe zu ermitteln und Perspektiven zu entwickeln, oder als Time-out-Maßnahme bei vorübergehend notwendigem Abstand. Auch zur Vorbereitung einer anschließenden stationären Hilfe können sie vorgeschaltet werden.
Rechtliche Grundlage

§§ 27, 34, 35, 41 SGB VIII. Grundlage jeder Maßnahme: Hilfeplanverfahren nach § 36 SGB VIII und die Selbstverpflichtungserklärung der AIM.

Betreutes Wohnen

Schritt für Schritt in die Eigenständigkeit

Verselbständigung für Jugendliche und junge Erwachsene, begleitete Elternschaft und Eltern-Kind-Settings – flexibel, intensiv und interkulturell.

Betreutes Wohnen ist ein Verselbständigungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene vielfältiger kultureller Herkunft in eigener Wohnung. Die Betreuung findet im Lebensfeld der Jugendlichen statt – ein Zwischenschritt in die eigenständige Lebensführung mithilfe flexibler, intensiver sozialpädagogischer Begleitung.

Aufnahmemerkmale sind der Grad der Autonomie, der Stand der Ausbildung und die Fähigkeit, die Anforderungen des täglichen Lebens zu bewältigen. Ein interkultureller Ansatz ist für uns selbstverständlich.

Schritt für Schritt in die eigene Wohnung – mit Begleitung im Hintergrund.

Für wen?

Indikation

Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Weg in ein selbstständiges Leben sowie (werdende) junge Mütter und Väter und Eltern mit Unterstützungsbedarf.

Unsere Ziele

Was wir erreichen wollen

  • Selbstständige Lebensführung in eigener oder trägereigener Wohnung
  • Lebenspraktische Unterstützung und Hilfe bei schulischen/beruflichen Perspektiven
  • Stärkung vorhandener Ressourcen für Versorgung und Erziehung
  • Hohes Maß an Schutz durch engmaschige Begleitung (auch 24-stündige Verantwortlichkeit)
  • Begleitung von Eltern mit Beeinträchtigung bei ihren Erziehungsaufgaben

Im Überblick

Unsere Wohn- und Verselbständigungsformen

Verselbständigung in Trägerwohnung (2er-WG)
Intensiv betreutes Wohnen in trägereigener Wohnung, in der Regel für junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren: lebenspraktische Unterstützung und Hilfe bei schulischen und beruflichen Perspektiven – auch für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, die bereits einen gewissen Grad an Selbstständigkeit mitbringen.
Gemeinsame Wohnformen für Mütter/Väter & Kinder
Für (werdende) junge Mütter und Väter, die Unterstützung für sich und ihr Kind brauchen. Eine engmaschige Begleitung mit 24-stündiger Verantwortlichkeit sichert ein hohes Maß an Schutz; ergänzend können Hebamme und Kinderkrankenpfleger*in eingebunden werden.
Begleitete Elternschaft
Unterstützung für Mütter und Väter mit geistiger Beeinträchtigung oder psychischer Belastung bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben – mit dem Ziel, eigene Ressourcen zu stärken und die Bedürfnisse des Kindes bestmöglich zu erfüllen. In eigener oder trägereigener Wohnung.
Rechtliche Grundlage

Hilfen zur Erziehung bzw. für junge Volljährige nach §§ 27 ff., 34, 41 SGB VIII; Mutter/Vater-Kind nach § 19 SGB VIII.

Fachliche Leitlinien

Woran wir unser Handeln ausrichten

Das Wohl des Kindes

Achtsamkeit für das Kindeswohl hat oberste Priorität.

Kinderrechte & Partizipation

Die Hilfen zielen auf die Verwirklichung der Kinderrechte; umfassende Beteiligung ist zentral.

Ressourcenorientierung

Individuelle Ressourcen werden ermittelt, genutzt und gestärkt.

Sozialraumorientierung

Die Ressourcen des Sozialraums werden einbezogen und weiterentwickelt.

Interkulturelle Kompetenz

Ethnischer, religiöser und kultureller Hintergrund wird berücksichtigt.

Gender Mainstreaming

Geschlechtsspezifische Lebenslagen werden beachtet, Benachteiligung abgebaut.

Inklusion als Prinzip

Offen für Kinder und Familien, die von Behinderung bedroht oder betroffen sind.

Wirkungsorientierung

Bestmögliche Wirkung mit angemessenen Mitteln.

Flexibilität

Flexible Reaktion auf veränderte Bedarfslagen.

Sie sind Fachkraft im Jugendamt?

Auf unserer Seite für Jugendämter finden Sie Indikation, Ablauf, Rechtsgrundlagen und Ihre Ansprechpartner*innen nach Region.

Zur Seite für Jugendämter

Kontakt

Sprechen wir über den nächsten Schritt.

Sie haben eine Anfrage oder möchten uns kennenlernen? Wir sind schnell, persönlich und unkompliziert erreichbar.